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SWKI BT 102-01

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VDI 2035

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ÖNORM H 5195-1

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Technisches Wasser nach Norm

VDI 2035

Home/VDI 2035
VDI 2035 2017-06-06T21:47:53+00:00

Technisches Wasser muss in seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften technischen Normen von Herstellern, Ingenieuren und Fachverbänden entsprechen.

  • Denn Normen
  • erhöhen die Verfügbarkeit von Bauteilen
  • senken Produktionskosten
  • steigern die Energieeffizienz
  • erlauben Garantieanspruch und Verbraucherschutz

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Heizwasser nach SWKI

Heizungswasser nach VDI 2035, Bl. 1 und Bl 2, Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure

Die Richtlinie VDI 2035 Blatt 2 gilt für Warmwasser-Heizungsanlagen nach EN 12828 und gibt Hinweise zur Minderung der heizungswasserseitigen Korrosionswahrscheinlichkeit. Blatt 1 hingegen beschränkt sich auf die Schäden durch Steinbildung.

Verantwortung

Durch die Planung muss sichergestellt werden, dass die Richtwerte im Heizwasser eingehalten werden. Die Inbetriebnahmeparameter sind in einem Anlagebuch festzuhalten, welches vom Installateur oder Planer an den Betreiber zu übergeben ist. Für die Führung des Anlagenbuchs ist ab diesem Zeitpunkt der Betreiber verantwortlich.

Werte

Die VDI 2035 Bl. 2 unterscheidet eine salzarme und eine salzhaltige Betriebsweise. Da die Korrosionswahrscheinlichkeit in der Regel mit sinkender elektrischer Leitfähigkeit des Heizwassers abnimmt, wird die salzarme Betriebsweise in der Praxis oft bevorzugt. Der salzarme Betrieb setzt eine Demineralisierung des Wassers auf < 100 μS/cm voraus, erlaubt einen Sauerstoffgehalt von 0.1 mg/l im Heizungswasser und verlangt einen pH-Wert von 8.2 – 10.0.

Die Zugabe von Chemikalien soll laut VDI 2035, Bl. 2, auf Ausnahmen beschränkt sein.

Gewährleistung der Garantiezeit des Heizungssystems

Die meisten Hersteller verknüpfen ihre Gewährleistung für die Komponenten an die Einhaltung der Wasserqualität.

Analysen

Bei der Planung der Anlage ist die Wasserhärte zu ermitteln (VDI 2035, Bl. 1)

Eine erste Kontrolle des Heizungswassers ist 8 – 12 Wochen nach der Inbetriebnahme, spätestens jedoch im Rahmen der nächsten jährlichen Wartung empfohlen (VDI 2035, Bl. 2)

Das Anlagenbuch ist nachzuführen.

Heizungswasser nach SWKI BT 102-01, Richtlinie des Schweizerischen Vereins für Gebäudetechnik Ingenieure

Seit dem 1. April 2012 bestehen in der Schweiz neue Vorschriften für die Füllwasserqualität aller Warmwasserheizungen. Nur bei Einhalten dieser Richtwerte übernimmt der Lieferant die Garantie. Zudem gewährleistet dies einen langfristig hohen Wirkungsgrad.

Verantwortung

Verantwortlich für die Füllwasserqualität ist der Unternehmer (gemäss SIA 384/1 und SWKI Richtlinie BT 102-01). Durch die Abnahme der Heizung geht die Verantwortung an den Eigentümer über. Der Heizungsfachmann ist in der Pflicht diese Anforderung einzuhalten.

Werte

Das Heizungswasser in der Heizung soll weniger als 5°f Härte und einen Leitwert unter 200 μS/cm aufweisen. Jegliches Nachfüllwasser muss unter 1°f Härte und 100 μS/cm sein. Das Heizungswasser in jedem Fall demineralisiert werden. Der geforderte pH-Wert liegt zwischen 8.2 und 10.0 und wird erst 2 – 3 Monate nach der Füllung mit Frischwasser erreicht.

Gewährleistung der Garantiezeit des Heizungssystems

Die meisten Hersteller verknüpfen ihre Gewährleistung für die Komponenten an die Einhaltung der Wasserqualität.

Analysen

Das Füllwasser muss vor der Befüllung des Systems analysiert werden (Art. 5, SWKI BT  102-01)

Erste Kontrolle des pH-Wertes nach 2 Monaten, spätestens bei der jährlichen Wartung. (Art. 4.2.2 c, SWKI BT 102-01)

Die Wasseranalyse ist zu protokollieren. (Art. 5 SWKI BT 102-01)

Heizungswasser nach ÖNORM H 5195-1 des Austrian Standards Institute.

Diese ÖNORM legt Anforderungen an die Planung, die Errichtung und den Betrieb zur Verhütung von Korrosionsschäden, Steinbildung und Ablagerungen in geschlossenen Warmwasser-Heizungsanlagen mit Betriebstemperaturen bis 100 °C fest.

Sie ist primär für neu zu errichtende Anlagen anzuwenden

Verantwortung

Das Wasser muss durch den Installateur vor dem Füllen der Anlage auf seine Eignung hin analysiert werden.

Der Betreiber einer Heizungsanlage bis 1500 Liter Wasserinhalt hat das Heizungswasser alle zwei Jahre, über 1500 Liter Wasserinhalt mindestens einmal jährlich überprüfen zu lassen.

Werte

Die ÖNORM H 5195-1 setzt den Grenzwert für die Härte des Füllwassers in Abhängigkeit von Wasserinhalt und Art des Wärmeerzeugers der Heizungsanlage. Da auch für die Chloride ein maximaler Grenzwert von < 30 mg/l gilt, kommt vielfach die Demineralisierung des Füllwassers zur Anwendung.

Wenn Aluminium-Werkstoffe vorhanden sind, sollte der pH-Wert 8,5 nicht überschritten werden. Wenn keine Aluminium-Werkstoffe vorhanden sind, sollte der pH-Wert zwischen 8 und 9,5 liegen.

Gewährleistung der Garantiezeit des Heizungssystems

Die meisten Hersteller verknüpfen ihre Gewährleistung für die Komponenten an die Einhaltung der Wasserqualität.

Analysen

Bei Arbeiten an der Heizungsanlage, die mit Wasserverlust oder eine Veränderung des Wasserinhaltes nach sich ziehen, ist innerhalb von 4-6 Wochen eine Überprüfung des Heizungswassers durch den Betreiber durchführen zu lassen. Der Überprüfer hat die Verpflichtung dem Betreiber oder dem Auftraggeber innerhalb von 4 Wochen mitzuteilen, ob das vorhandene Heizungswasser korrosiv ist oder mikrobiologisches Wachstum aufweist. Die Ergebnisse der Untersuchung sind im Anlagenbuch zu dokumentieren.

 

 

Wir empfehlen den Heizungsinstallateuren und Unternehmern vor der Übergabe der Heizungsanlage eine Prüfung des Umlaufwassers.